Mittwoch, 3. Dezember 2008

Adventszeit - Schützezeit - Zeit der Hoffnung

Die ganze Adventszeit hindurch wandert die Sonne durch das Schützezeichen, was auf eine Zeit der Hoffnung und des Idealismus hinweist. In dieser Zeit kann der Aufbruch zu neuen Horizonten gewagt werden, alte Grenzen können hinter sich gelassen werden. Das geistige Feuer verleiht den Menschen Weisheit oder zumindest die Möglichkeit nach Weisheit, nach dem Göttlichen zu streben und Visionen zu entwickeln. Der Auftrag in dieser Zeit an die Menschen wäre demnach, nach Höherem zu streben und sich auf seine innere Weisheit zu verlassen beziehungsweise sie zu entwickeln. Dazu wäre es fruchtbringend, den Weg nach Innen zu gehen, zumal der Schütze das letzte Herbstzeichen vor der Wintersonnenwende ist, welcher der dunkelste Punkt des Jahres ist. Es können neue Visionen erschaffen werden, mit der Kraft des Glaubens im Gepäck, welche dann mit Beginn der Steinbockzeit konkret in die Tat umgesetzt werden können. Die Schützezeit ist auch eine gute Zeit, sich den eigenen Glauben näher anzuschauen, und es können neue geistige Impulse, die dem Leben einen Sinn geben, gesetzt werden. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn man die Schützeenergie dazu nutzt, sich darzustellen, mit seiner Weisheit imponieren zu wollen und die kleinen banalen Dinge des Lebens, die das Gegenzeichen Zwillinge ausmachen, abwertet, weil sie einem nicht großartig und bedeutungsvoll erscheinen. Die Gefahr wäre dann, dass man sich isoliert und den Kontakt zur alltäglichen Lebenswelt verliert, weil man meint, schon alles zu wissen und das unmittelbare Interesse an den Dingen verliert und aufhört Fragen zu stellen. Denn wer kann schon alles wissen, angesichts der Vielfalt der Welt mit ihren Erscheinungen? Sich auch einmal eingestehen, dass man nicht alles wissen kann und auch nicht wissen muss, macht doch gerade das Reizvolle im Leben aus, in dem man immer neue Dinge entdecken kann und einem nie langweilig wird. Insgesamt geht liegt der Fokus in dieser Zeit dahin, aus Informationen die man angesammelt hat, ein übergeordnetes Wissen zu formen, seinen Horizont zu erweitern in Form von Beschäftigung mit Philosophie, Religion und allgemein Weisheitslehren. Man könnte auch sagen, es ist der rote Faden im Leben, der sich aus vielen kleinen Einzelheiten und Ähnlichkeiten zusammensetzen lässt.

Speziell am Tag des ersten Advents befindet sich eine Planetenballung im Schützen, nämlich von Sonne, Merkur und Mars. Dies beschreibt eine Zeitqualität, die ihren Augenmerk auf das Thema energischer Aufbruch in Richtung höheres Wissen richtet. Der Beginn der Adventszeit ist also von einem Streben nach Weisheit geprägt, man richtet seine Energie auf das Ansammeln von spirituellem, höherem Wissen, wodurch eine Annäherung an beziehungsweise klare Definition der eigenen Wesensidentität möglich wird. Im ganz alltäglichen Sinne geht es auch um Weiterbildung jeglicher Art, sei es durch Volkshochschulkurse, die einem neue Perspektiven aufzeigen, oder ganz einfach durch Gespräche mit Menschen, die dem eigenen Denken eine neue Richtung geben und inspirierend wirken. Die nötige Aufbruchsstimmung dafür liefert Mars. Ein Problem könnte allerdings sein, dass man kein Durchhaltevermögen zeigt, sondern der Wille zur Erkenntnis schnell wieder verraucht ist. Dieser Wille, nach Erkenntnis zu streben, könnte sich auch darin äussern, dass man soviel Energie hat und seine Ansichten auch dementsprechend energisch vertritt, dass es auch zu destruktiven Diskussionen kommen kann, in denen man auf seiner Meinung beharrt. Im Sinne der Ganzheit wäre es dann von Vorteil, mit seinem Wissen in die Realität, in die alltägliche Welt zu gehen und das, was man glaubt zu wissen, auf die Probe zu stellen.
An diesem Tag befindet sich ausserdem eine Konjunktion zwischen Venus und Jupiter im Steinbock, die es unter Umständen leichter macht, großzügig über eventuelle Stolpersteine und Konfliktherde hinwegzusehen und das Leben auf einer soliden Basis, ganz nach Steinbock-Art, einfach zu geniessen. Bei dieser Konstellation kommt Genuss und Wertempfinden, sowie Schönheitsempfinden mit dem saturnischen Prinzip zusammen, was in seiner positiven Ausprägung für Stabilität, Beständigkeit und Konkretes steht. Dies wird abgerundet durch das joviale Prinzip des Jupiters: zuversichtlich und optimistisch kann das Ziel ins Auge gefasst werden, das eigene Wertempfinden und die Liebesfähigkeit auf eine stabile Basis zu stellen und Sicherheit in Geschmacksfragen zu entwickeln.

Zum 3. Advent bietet sich eine gute Gelegenheit, den während der vergangenen 2 Wochen gewonnenen Blick für die innere Weisheit und Hoffnung auf festen Boden zu stellen und auch zu kommunizieren, wenn Merkur eine Konjunktion mit Pluto im Steinbock bildet. Hier ist das Potential gegeben, die eigene Denk- und Urteilsfähigkeit zu schärfen, wobei man allerdings auch geneigt ist, zwanghaft starre Denkmuster zu entwickeln, aus der Angst heraus, dumm zu sein oder nicht verstanden zu werden, womit dann auch meist das Gefühl einhergeht, sein Wissen nicht nutzen zu können. Das Loslassen von alten Denkgewohnheiten, die einen festlegen und einschränken ist Thema dieser Konstellation.
Die Venus ist mittlerweile in den Wassermann gelaufen und bringt frischen Wind in eingefahrene konventionelle Beziehungsmuster. Unter dieser Konstellation dürfte es leichter fallen, auf andere zuzugehen und in Fragen des Wertempfindens und der Liebesfähigkeit unkonventionelle Ansichten zu akzeptieren, wobei Menschenfreundlichkeit und Toleranz dabei weitere Aspekte sind. Eine Gefahr besteht allerdings auch hier darin, eine Haltung anzunehmen, mit der man von oben herab die Dinge betrachtet und sich von unmittelbar menschlichen Erfahrungen distanziert, und sich aus Hochmut weigert, sein Herz sprechen zu lassen. Die Chance wäre hier, die Inspiration aus dem Wassermannzeichen nicht nur auf ein hohes Ideal auszurichten, sondern konkret kreativ zu verwirklichen und damit seine eigene Individualität auch zu leben, wobei dies in Fragen des Geschmacks, des Schönheits- und Wertempfindens eine Rolle spielt. Wenn man allerdings dazu neigt, sich und seine Individualität sehr zu betonen und herauszustellen, wäre es eine Möglichkeit, sich in eine Gruppe zu integrieren, in der man dennoch seine Einzigartigkeit nicht verliert, stattdessen aber mit der eigenen Kreativität und dem eigenen Wesen einen Beitrag zur Gruppe liefert.

Nach dem Merkur im Steinbock, der Nüchternheit und Ernsthaftigkeit in der Kommunikation mit sich bringt, zieht nun auch die Sonne nach und ist am 4. Advent in Konjunktion mit Pluto, was der vorweihnachtlichen Atmosphäre Tiefgründigkeit und Konzentration aufs Wesentliche verleiht. Die Sonne auf dem letzten Grad des Schützen symbolisiert, wenn man so will, einen Kelch angefüllt mit Weisheit und Hoffnung auf das neue Licht, die sich dann im nächsten Zeichen Steinbock in eine konkrete Form ergiesst.

Am Heiligabend gipfeln die Entwicklungen der vergangenen Wochen in eine Konjunktion zwischen Venus und Neptun, welche man charakterisieren könnte als ein Sichauflösen in einem kollektiven Ideal von Liebe und Verbundenheit aller Menschen, egal welcher Rasse oder Gruppe sie zugehörig sein mögen. Merkur im Sextil zu Uranus bringt das Potential für anregende und inspirierende Gespräche und Ideen, welche dank des Trigons von Merkur zu Saturn nicht an Bodenständigkeit mangeln und auch real umsetzbar sind.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen Advent und besinnliche Weihnachten!

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